Es ist Herbst in den Hochanden in Chiles Zentrum.
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Format: 2:3
Unter dem schweren Himmel breitet sich die herbstliche Andenlandschaft aus. Es ist stürmisch. Mit dem Fernglas suche ich nach lohnenden Fotospots, entdecke schmale Pfade und versteckte Vorsprünge und bewege mich dorthin, oft robbend, um sicheren Halt zu finden.
An einem Aussichtspunkt stelle ich mein Stativ auf, befestige die Kamera und halte das Gestänge mit beiden Händen, damit das Zittern im kräftigen Wind gedämpft wird. Mehrmals löse ich aus, weil scharfe Aufnahmen trotz der rauen Bedingungen mein Ziel sind.
Der Fluss zieht silbern durchs Tal und trennt die Ebenen von den schroffen Felszinnen. Diese Spitzen ragen wie verwitterte Mahnmale in den Himmel. Die letzten goldenen Töne des Herbstes finden sich in den Senken, während ferne Gipfel bereits mit Schnee bedeckt sind. Es ist kalt, klar und weit, ein Ort, der Ruhe und Unbarmherzigkeit zugleich vermittelt.
