Die Steilwände der Cuernos im Torres del Paine Nationalpark, Chile.
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Format: 3:4
Am späten Nachmittag schreite ich mit meinem Stativ über das windgepeitschte Patagonien. Die tiefstehende Sonne zeichnet lange Schatten über das gelbgrüne Gestrüpp und lässt die Texturen des Bodens kräftig hervortreten. Ruhig lasse ich mir Zeit für die Bildkomposition und prüfe systematisch Vordergrund und Linienführung, bis alles im Sucher in einem stimmigen Verhältnis zueinander steht. Mein stabiles Stativ gibt mir die notwendige Sicherheit gegen den peitschenden Wind, denn nur so kann ich selbst feine Details der niedrigen Büsche ohne Verwischung festhalten. Ich richte den Blick auf die schroffen, schneebedeckten Gipfel der Cuernos am Horizont und beobachte, wie Licht und Schatten über ihre Flanken wandern. Wolkenbänder ziehen träge dahin und verändern ständig die Stimmung; ich warte auf den Moment, in dem ein letzter Lichtakzent die Berge dramatisch betont. Die Weite um mich herum füllt mich mit einer stillen Ehrfurcht, und während ich die Belichtung feinjustiere, fühle ich die Verbindung zwischen mir, der Kamera und dieser rauen, unerbittlich schönen Landschaft.
