Frühmorgens im Torres del Paine Nationalpark, Chile.
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Format: 3:4
Ein purpurner Atemzug der Erde breitet sich über Patagonien: der Himmel reißt auf und schleudert kurze, glühende Streifen aus Zinnober in die Dämmerung. Die Berge stehen wie schweigende Wächter, zwischen den Felsen liegen Seen, die das Feuer des Himmels spiegeln.
Ich knie mich ins kalte Gestrüpp, Stativ in der Hand; das Rot erscheint nur für einen kurzen Moment. Wind peitscht, fast stürmisch, das Stativ droht zu zittern und Adrenalin steigt, die Finger sind fahrig, während ich schnell einen sicheren Standpunkt suche; ein Solitärfelsen im Vordergrund als Anker, die Seen diagonal, das Feuer im oberen Drittel. Beine des Stativs fest spreizen, Kamera montieren, Filter prüfen; jede Sekunde zählt, bis das Licht verblasst.
Die Szene ist ein Zusammenspiel aus Technik und Intuition: Komposition, Tempo, der raue Wind und das flüchtige Licht formen ein Bild, das ich mit Glas und Metall festhalte.
