Flamingo-Spuren auf über 4000 Metern Höhe.
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Format: 2:3
Ich knie im rauen Atem des Altiplano, die Hände in dicken Handschuhen, das Gesicht von Eisluft gerötet. Vor mir breitet sich eine helle, gesalzene Kruste aus, durchzogen von rissiger Erde und vereinzelten grünlichen Tupfern; in ihren Mulden zeichnen sich Flamingospuren ab. Dahinter wachsen flache Ebenen zu orange‑golden leuchtenden Sand‑ und Geröllflanken; das dünne, kristallklare Himmelbett macht die Luft messerscharf.
Die Kamera richte ich auf die Spuren, als wollte ich dem Vergänglichen ein Zeugnis setzen. Jeder Atemzug ist ein stiller Preis: Dunst steigt auf, frostige Kondensation schlägt an die Linse, und der Wind zerrt an der Komposition. Beharrlich justiere ich Belichtung und Weißabgleich, stütze die Kamera und halte den Augenblick fest; ein Moment, in dem Einsamkeit und Demut zu etwas Fast‑Ritualem verschmelzen.
