Thurfälle, Schweiz
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Format: 3:4
Ich befinde mich bei den Thurfällen im Toggenburg. Die untere Kaskade fällt zwischen schräg geschichteten Felswänden in ein aufgewühltes Becken. Trotz langer Belichtungszeit mit Stativ wirbelt das Wasser und es entsteht keine gleichmäßige Wasserfläche, denn der Wasserfall stürzt mit zu viel Wucht. Insgesamt steht das Wasser im klaren Kontrast zu den schroffen, scharf gezeichneten Felsen.
Die Komposition ist direkt: der Fall als Ruhepunkt, die diagonalen Gesteinsbänder geben Richtung, der schaumige Vordergrund zieht den Blick nach vorn. Belichtung und der Schatten lassen das Wasser kühl-türkis schimmern, während Moosdetails erhalten bleiben.
Ein diffuses Licht oben links legt einen leichten Schleier über die Szene; das Bild wirkt präzise und nüchtern, trägt aber in der Stille des fallenden Wassers einen leisen, fast poetischen Ton: Bewegung, die zur Ruhe kommt.
