Salz in der Atacama.
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Format: 2:3
Ich stehe auf einer Salzfläche in der Atacamawüste und sehe, wie die Landschaft zu etwas sehr Nahes wird. Vor mir liegt eine ruhige, milchig-helle Oberfläche, die vom Licht sanft überzogen wirkt, und doch ist sie voller Spannung: Risse und Fugen ziehen Linien durch das Weiß und teilen es in einzelne, klare Felder. Ich folge diesen Kanten mit dem Blick, weil sie Ordnung schaffen, ohne die Natürlichkeit zu verlieren.
Ich arbeite mich in die Struktur hinein, nicht in die Ferne. Die Formen wirken wie ein Gefüge, das sich aus dem Prozess des Verdunstens und Wiederaufladens ergeben hat – erstarrt, aber nicht statisch. So entsteht für mich eine Komposition, die still ist und zugleich zieht: kühl, reduziert, präzise. Ich halte den Moment fest, in dem aus Salz eine eigene Sprache wird.
